Vitamine gehören zu den wichtigsten Bestandteilen der menschlichen Ernährung, die in vielfältigen Formen in diversen Nahrungsmitteln vorkommen. Anders als Fette oder Kohlenhydrate gewinnt der Körper keine Energie aus ihnen, allerdings sichern sie überlebenswichtige Funktionen des Organismus. Allen Vitaminen gemeinsam ist, dass der Körper sie nicht bzw. in keinem ausreichenden Maße selbst synthetisieren kann. Unabhängig von persönlichen Ernährungsvorlieben oder dem Wunsch nach einem Gewichtsverlust ist deshalb eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen unverzichtbar.

Wofür benötigt der menschliche Körper Vitamine?

So vielfältig die Arten von Vitaminen in der Ernährung sind, so unterschiedlich sind auch ihre Aufgaben im Organismus. Vielen Vitaminen kann dabei ein eindeutiger Einfluss auf bestimmte Körperfunktionen zugeordnet werden. Beispielsweise wirkt sich Vitamin A positiv auf die Sehfähigkeit des Menschen aus, die wasserlöslichen B-Vitamine haben positive Auswirkungen auf das Nervensystem, fördern die Wundheilung oder schützen vor Entzündungen von Haut und Nägeln. Vitamin C hat einen elementaren Einfluss auf das Immunsystem des Menschen, bindet freie Radikale und schützt so vor einer Vielzahl von Infektionen und anderen Krankheiten.

Die Aufnahme von Vitaminen hat nicht nur einen Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden, auch Geist und Psyche profitieren von einer ausreichenden Versorgung mit diesen Nährstoffen. Bestes Beispiel ist das Vitamin D, das oft nur geringfügig durch die Nahrung aufgenommen wird, jedoch unter der Einwirkung der Sonne (UV-Licht) von der Haut selbst synthetisiert wird. Gerade in den dunklen Wintermonaten fehlt bei Millionen Menschen hierzulande eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung, was medizinisch als ein wesentlicher Grund für die Winterdepression angesehen wird.

Welche Arten von Vitaminen gibt es?

Es gibt mehrere Dutzend Vitamine, die in der modernen Medizin behandelt werden und für die eine tägliche Deckung durch Ernährungsexperten vorgeschrieben wird. Bezeichnungen wie Vitamin A, Vitamin C usw. sind als landläufige Abkürzungen zu verstehen, Mediziner und Pharmazeuten sind eher mit klassisch chemischen Bezeichnungen wie Retinol oder Ascorbinsäure vertraut. Bei manchen elementaren Nahrungsbausteinen hat sich auch die fachliche Bezeichnung durchgesetzt, so wird beispielsweise häufiger von Folsäure als Vitamin B11 gesprochen.

Wichtig ist außerdem die Einteilung in wasser- und fettlösliche Vitamine. Damit der Körper durch die Nahrung aufgenommene Vitamine der Gruppen A, D, E und K verwerten kann, wir Fett als Träger des Stoffwechselprozesses benötigt und sollte in eine entsprechende Mahlzeit eingebunden werden. Vitamine der Gruppen B und C sind hingegen wasserlöslich, wobei zur Nutzung meist die normale Getränkeaufnahme des Tages ausreicht. Neben einer ausreichenden Vitaminversorgung ist daher auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um die zugeführten Vitamine auch nutzen zu können.

Vitamine in eine gesunde Ernährung integrieren

Vor allem Obst und Gemüse sind Träger verschiedener Vitamine, die deshalb auf keinem Speiseplan fehlen sollten. Bezogen auf einzelne Vitamine bieten sich verschiedene Lebensmittel besonders an, beispielsweise ist tierische Leber ein hervorragender Vitamin-D-Lieferant. Bei der Ernährungsumstellung, z. B. einer Diät oder der dauerhaften Einführung einer LowCarb-Ernährung sollte eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen zugesichert sein, zumal Fleisch, Fisch, Gemüse und Molkereiprodukte weiterhin erlaubt sind. Dennoch kann ein Mangel einzelner Vitamine drohen, wenn auf Obst und andere Nahrungsgruppen verzichtet wird.

Ein eventueller Mangel einzelner Vitamine sollte durch den Hausarzt abgeklärt werden, meist gibt das Blutbild einen verlässlichen Überblick über einen Mangel bzw. seltener eine Überversorgung. Neben dem Ernährungsaspekt sollte generell über die Lebensweise nachgedacht werden, beispielsweise kann Stress für das schnellere Aufbrauchen zugeführter Vitamine verantwortlich sein. Auch organische Schäden können dazu führen, dass bestimmte Vitamine nicht im normalen Umfang verstoffwechselt werden, hier kann eine zusätzliche Gabe zur Deckung des individuellen Bedarfs notwendig sein.

Bei jeder Ernährungsumstellung und Diät ist der Aspekt Vitamine dringend zu beachten, viele Symptome oder Nebenwirkungen der geänderten Lebensweise sind auf einen Mangel an bestimmten Vitaminen zurückzuführen. Temporär hilft die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bei der Sicherstellung der Energieversorgung, langfristig sollte dies eine ausgewogene Ernährung gewährleisten.

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