Das Gefühl von Hunger kennt jedermann, echter Heißhunger ist hiermit jedoch kaum zu vergleichen. Der extreme Drang, möglichst sofort etwas zu sich zu nehmen, geht mit vielen Begleiterscheinungen einher, die vom Schwitzen bis zur drohenden Ohnmacht reichen können. Nicht selten ist eine echte Fressattacke die Folge von Heißhunger, die gerade beim Einhalten einer Diät viele Bemühungen zunichte macht. Mit den folgenden Erklärungen sollen Sie Heißhunger besser verstehen lernen, um diesen Effekt bestmöglich vermeiden zu können.

Wie entsteht das Heißhunger-Gefühl?

In den allermeisten Fällen ist das Gefühl von Heißhunger die Folge einer drohenden Unterzuckerung. Dem Körper steht für die Aufrechterhaltung seiner grundlegenden Funktionen nicht mehr ausreichend Energie zur Verfügung und verfällt in einen Warn- und Panikmodus. Die Wahrscheinlichkeit solcher Attacken steigt, je zucker- und kohlenhydrathaltiger die Ernährungsgewohnheiten der jeweiligen Person sind.

Physiologisch betrachtet tritt der Zustand Heißhunger ausschließlich bei einem extrem niedrigen Blutzuckerspiegel ein, jedoch erst nach einem rasanten Abfall des Spiegels binnen kürzester Zeit. Mit kohlenhydratreicher Nahrung steigt der Insulinspiegel an, damit die Energie aus diesen Nahrungsträgern in die Zellen hineingebracht wird. Sind diese Energieträger verbraucht, sinkt der Insulingehalt des Blutes radikal ab und signalisiert, dass möglich bald wieder neue Energie zugeführt werden soll. Leider verlernt der Organismus bei einer sehr süßen oder kohlenhydrathaltigen Ernährung, bei einem solchen Energiedefizit einfach an die eingespeicherten Fettreserven zu gehen. Stattdessen wird neue Energie von außen in Form einer Heißhungerattacke eingefordert.

Einfache Tipps gegen den Heißhunger

– Tritt ein akuter Heißhunger mit vielen körperlichen Beschwerden ein, hat die Vermeidung einer dauerhaften Schädigung des Körpers höchste Priorität. Hier ist es zu verantworten, möglichst schnell einen einfach zu verwertenden Energieträger wie ein Stück Traubenzucker zuzuführen. Achtung: Dies bekämpft zwar das Symptom Heißhunger, aber nicht die Ursache!

– Falls es sich um eine gemäßigte Heißhungerattacke handelt, sollte ebenfalls Energie zugeführt werden. Anstelle von Zucker sind jedoch andere Energieträger zu empfehlen, die nicht zu viel Kohlenhydrate beinhalten und dennoch einen hohen Energiegehalt besitzen. Als Snacks für unterwegs bieten sich beispielsweise Nüsse oder ein Stück Schokolade mit möglichst hohem Kakaoanteil an.

– Anstelle etwas zu essen, ist Trinken eine gute und oftmals kalorienarme Entscheidung gegen den Heißhunger. Anstelle von Softdrinks ist leicht gesüßter Tee oder Kaffee zu empfehlen. Vorteil ist, dass die Energie in flüssiger Form einfacher vom Körper aufgenommen werden kann.

Wie eine LowCarb-Ernährung den Heißhunger bekämpft

Mit einer LowCarb-Ernährung setzen Sie bei der echten Ursache von Heißhunger an und können derartige Attacken langfristig aus ihrem Leben verbannen. Mit der Ernährungsumstellung auf wenige Kohlenhydrate nehmen Sie einen positiven Einfluss auf Ihren Blutzuckerspiegel, der nicht mehr radikalen Schwankungen ausgesetzt ist. Wird dieser auf einem konstant gemäßigten Niveau gehalten, beginnt der Organismus eine langsame Umstellung und fängt an, an eingespeicherte Fettreserven zur Gewinnung von Energie zu gehen.

Natürlich werden Sie durch eine LowCarb-Ernährung das Hungergefühl nicht komplett aus Ihrem Leben verbannen. Eine ausreichende Energiezufuhr mit den richtigen Nahrungsmitteln ist weiterhin wichtig, damit Ihr Körper funktioniert und Sie auf eine gesunde Weise abnehmen. Panikhafte Heißhungerattacken mit all ihren Begleiterscheinungen gehören jedoch der Vergangenheit an, wenn Sie einen aktiven Beitrag zur Kontrolle Ihres Blutzuckerspiegels leisten.

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