Um ein gesundes Körpergewicht zu ermitteln, gibt es vielerlei Methoden. In früheren Jahrzehnten wurde einfach die Körpergröße in Zentimetern minus 100 als Normalgewicht berechnet, dies hält jedoch der modernen wissenschaftlichen Sicht nicht mehr stand.

Eine beliebte Alternative zur Ermittlung eines guten Gewichts ist der BMI, der sich ebenfalls einfach berechnen lässt und von vielen Medizinern und Ernährungswissenschaftlern als Maßstab herangezogen wird. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie Ihren BMI berechnen und welche Aussagekraft er besitzt.

Wie berechnet sich der BMI?

Auch für den BMI, ausführlich Body-Mass-Index, wird das Gewicht und die Körpergröße in Relation zueinander gesetzt. Hierbei wird das Körpergewicht durch das Quadrat der Größe in Metern geteilt.

Ein einfaches Rechenbeispiel:

Bei einem Menschen mit 1,70 Meter Körpergröße muss der Wert 1,70 mit sich selbst multipliziert werden, um dessen Quadrat zu erhalten, das Ergebnis ist 2,89. Wiegt dieser Mensch 80 Kilogramm, muss zur Ermittlung des BMI nun das Gewicht (80) durch das Quadrat (2,89) geteilt werden. Das Ergebnis ist 27,68.

Mit einem BMI unter 20 gilt man als untergewichtig, ein Wert zwischen 20 und 25 wird als Normalgewicht betrachtet. Zwischen 25 und 30 liegt ein leichtes Übergewicht vor, ab einem Wert von 30 wird von einer echten Adipositas gesprochen.

Wie aussagekräftig ist der BMI?

Zum BMI gibt es verschiedene Meinungen, grundsätzlich liefert der ermittelte Wert jedoch einen guten Anhaltspunkt für ein potenzielles Unter- oder Übergewicht. Über die Jahre wird wissenschaftlich vor allem diskutiert, ab welchem BMI wirklich von einem Übergewicht zu sprechen ist und ob nicht z. B. auch Werte bis 30 noch als Normalgewicht anzusehen sind.

Kritiker am BMI bemängeln hingegen, dass in den Wert verschiedene Aspekte nicht einfließen, die nach neusten Erkenntnissen Risikofaktoren für Übergewicht und Gesundheit darstellen. Besonders häufig wird der Bauchumfang genannt, der tatsächlich nicht in den BMI einfließt.

Hilft der BMI beim Abnehmen?

Unabhängig von den Diskussionen rund ums Thema BMI hat sich dessen Berechnung in der Praxis erprobt, viele Hausärzte wenden die Formel zur grundlegenden Abschätzung von Übergewicht an. Wenn Sie aktiv abnehmen möchten und beispielsweise auf eine LowCarb-Ernährung umstellen, liefert Ihnen die regelmäßige Berechnung Ihres BMIs einen groben Richtwert, ob Sie auf einem guten Weg sind.

Empfehlenswert ist, neben dem BMI auch andere Messmethoden wie die Hip-to-Waist-Ratio zu berücksichtigen, um den Risikofaktor Bauchfett zu berücksichtigen. Generell ist ohnehin anzuraten, sich beim Abnehmen nicht nur auf Rechenformeln zu verlassen, sondern auch auf Ihr Körpergefühl und generelles Wohlbefinden zu hören.

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