11 Dinge die Du über Low Carb wissen solltest

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Wer sich einmal entschieden hat, seine Ernährung auf Low Carb umzustellen, wird am Anfang viele Fragen haben.

  • Wie fange ich mit Low Carb an?
  • Was kann ich bei Low Carb falsch machen?
  • Was sind die Vorteile von Low Carb?
  • Muss ich ab jetzt hungern?

Falsch ist erstmal gar nichts, wenn du dich dafür entscheidest, dich bewusster zu ernähren. Low Carb ist eine Ernährungsform, die sich nach und nach verinnerlichen wird.

Du machst also nichts falsch, sondern lernst immer dazu. Hier bekommst du 11 Fakten und Tipps rund um das Thema Low Carb, die dir deine Fragen beantworten und den Einstieg leichter machen sollen.

1. Für wen ist Low Carb geeignet und für wen nicht?

Low Carb ist für jeden geeignet, der sich langfristig bewusst ernähren möchte, abnehmen und das Gewicht halten möchte.
Fleisch, Gemüse und Milchprodukte sind Hauptbestandteil von Low Carb. Auf Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Zucker sollte weitgehend verzichtet werden. Low Carb ist also nichts für Naschkatzen.

Da bei Low Carb vermehrt Eiweiß und Fett aufgenommen wird, ist es nicht für Menschen mit erhöhten Blutfett- und Harnsäurewerten geeignet. Desweiteren ist es nicht für Menschen mit Gicht, Leber- oder Nierenproblemen geeignet.
Für Kinder ist eine langfristige Low Carb Ernährung nichts. Das sollte kein Problem darstellen, für die Familie kann man ja Beilagen wie Nudeln oder Kartoffeln mitkochen.

2. Mit Low Carb schnell abnehmen: Geht das?

In der Tat wirst du schnell Erfolge beim Abnehmen verzeichnen können. Allerdings wird dein Erfolg nicht lange anhalten, wenn du nach kurzer Zeit wieder in das alte Muster fällst. Schließlich sind die überflüssigen Pfunde ja mal irgendwie drauf gekommen und das werden sie natürlich wieder, wenn du nicht dauerhaft etwas an deiner Ernährung änderst.

Der Grund, warum du am Anfang sehr schnell abnimmst, ist, das dein Körper Wasser verliert. Erst nach einer geraumen Zeit geht es dann wirklich an das Fett. Genauso ist es aber auch andersherum. Ging es erst mal ans Fett, wird der Körper nicht mehr so schnell zunehmen.

3. Iss dich satt

Einer der Hauptgründe des Scheiterns bei einer Diät ist, dass wir hunger haben und letztendlich Heißhunger bekommen, bei dem wir unkontrolliert essen. Damit dies überhaupt nicht erst geschieht, musst du zusehen, dass du satt bist. Denn wenn du satt bist, denkst du nicht an die nächste Mahlzeit und die leckeren Dinge, auf die du jetzt eigentlich Lust hast.

Nichts ist schlimmer, als ständig vom Hunger an seine Diät erinnert zu werden. Mache dir keine Sorgen darüber, dass du zunehmen könntest. Iss dich lieber kontrolliert und bewusst satt, anstatt später eventuell unkontrolliert zu einer gefährlichen Kohlenhydrate-Fett-Mischung während einer Heißhungerattacke zu greifen und es dann zu bereuen.

4. Positiv und locker an die Sache rangehen

Wir neigen dazu, negative Dinge eher wahrzunehmen als die Positiven. Bei einer Diät oder Ernährungsumstellung passiert es schnell, dass sich alles, was man nicht darf, im Kopf manifestiert. Löse dich von den negativen Gedanken und konzentriere dich auf das Gute. Schließlich will dir ja keiner die Wurst vom Brot nehmen. Im Gegenteil. Die Wurst nimmst du, auf das Brot kannst du getrost verzichten.

Du wirst schnell merken, dass es dir besser gehen wird. Bei einer kohlenhydratarmen Ernährung wirst du schnell feststellen, dass du kein Völlegefühl mehr bekommst und dich besser fühlst, weil dein Insulinspiegel konstant wird und keine Achterbahnfahrten mehr durchlebt.

5. Trinke genug!

Gerade bei der kohlenhydratarmen Ernährung musst du darauf achten, dass du genug trinkst. Kohlenhydrate speichern aufgenommene Flüssigkeiten und versorgen dich über einen gewissen Zeitraum. Durch die verminderten Kohlenhydrate, die du zu dir nimmst, fehlen also auch Wasserdepots. Fette und Flüssigkeiten können nur noch gemindert aufgenommen werden, deswegen musst du deinen Körper regelmäßig versorgen, um eine Dehydration und Spätfolgen wie Nierenschäden zu vermeiden.

Habe unterwegs am besten immer eine kleine Flasche bei dir. Alle Flüssigkeiten, die der Körper nicht aufnehmen kann, rutschen praktisch durch. Dies gilt übrigens auch für Fett. Am Anfang wirst du deshalb wahrscheinlich öfter als gewohnt die Toilette aufsuchen. Das pendelt sich aber wieder ein.

6. Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg

Teile dein Vorhaben deiner Familie, Freunden und Bekannten mit und suche dir Wege, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen. Für diesen Tipp gibt es zwei Gründe.

Erstens: Wenn dein Umfeld darüber bescheid weiß, dass du abnehmen möchtest oder dein Gewicht halten möchtest, hast du einen Grund mehr, dein Vorhaben durchzuziehen. Ganz einfach weil du es jetzt nicht mehr nur für dich tust (was aber eigentlich schon alleine Grund genug wäre), sondern weil du jetzt auch noch beobachtet wirst. Und wer möchte dann schon nachgiebig werden?

Zweitens: Gemeinsam ist man stärker. Teile dich Gleichgesinnten mit, freut euch über errungene Erfolge und muntert euch auf, wenn es mal nicht so klappt, wie ihr es euch vorgestellt habt. In einer Gemeinschaft macht es einfach mehr Spaß, an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten und die Erfolge zu feiern.

7. Lass dich nicht von deinem Ziel abbringen

Je nach deinem Umfeld kann es passieren, dass nicht jeder dein Vorhaben gut heißt. Sei es, weil es für manche schier unvorstellbar ist, auf Brot, Nudeln und Kartoffeln zu verzichten, aus Unwissenheit und manchmal sogar aus Neid. Den Zweiflern beweist du schon lange genug, dass es doch ohne Kartoffeln und Nudeln geht und ganz ehrlich: Auf die Neider kannst du sowieso verzichten. Lass dich nicht von negativen Reaktionen runterziehen. Du wirst sehen, die positiven Reaktionen werden überwiegen.

Mal abgesehen davon, dass sich schon alleine für dich einiges zum Positiven wenden wird.

8. Achte auf Abwechslung in deinem Speiseplan

Mit der Zeit wirst du verinnerlicht haben, was so gut wie keine Kohlenhydrate hat und was man tunlichst vermeiden sollte. Man neigt dann vielleicht gerne dazu, auf die Lebensmittel zuzugreifen, die so gut wie keine Kohlenhydrate haben. Benutze nicht jedes Mal Blumenkohl als Ersatz für Reis. Der Kohl hat erstens einen sehr eigenen Geschmack, der nicht zu allem passt und darüber hinaus wirst du ihn bei zu viel Verzehr auch irgendwann nicht mehr riechen können.

Auch solltest du den Tag nicht immer mit einem Omelett beginnen, nur weil Eier kaum Kohlenhydrate haben. Low Carb ist nicht No Carb. Du musst nicht auf alles verzichten und dir das Leben selber schwer machen.

9. Treibe Sport

Du wirst schnell merken, dass du dich fitter fühlst. Kein Völlegefühl mehr und du bist weniger müde. Nutze dies und fange an, Sport zu treiben, wenn du es nicht schon tust. Das ist gut für deine körperliche, aber auch mentale Fitness. Sport macht außerdem den Kopf frei und schlafen wirst du auch viel besser.

10. Finde den richtigen Weg für dich

Schon alleine bei Low Carb gibt es verschiedene Konzepte. Der Eine schwört auf LOGI, andere auf Glyx oder Atkins. Informiere dich in aller Ruhe und frage dich, was am besten zu dir und auch zu deinem Alltag passt. Soll es ein ausgefeiltes Ernährungskonzept sein, dass dir durch Vorgaben Sicherheit gibt, oder möchtest du vielleicht ganz frei von irgendwelchen Konzepten sein und dich einfach an kohlenhydratarme Nahrungsmittel halten? Es ist bestimmt keine Form falsch.

Es kommt auf die individuellen Bedürfnisse an und sollte gut in den Alltag passen.

11. Plane Cheat Days ein

Einfach mal Fünfe gerade sein lassen. Plane Cheat Days ein. Das sind Tage, an denen du einfach mal nicht auf Kohlenhydrate achtest. Übertreiben musst du es ja nicht. Genieße einfach nur mal ein Stück Kuchen oder ein Eis ohne schlechtes Gewissen. Solche Tage kann man sehr gut an Tagen einplanen, wenn Feierlichkeiten wie Geburtstage oder Grillabende anfallen. Auch möchte bestimmt keiner zu Ostern oder Weihnachten gänzlich auf die Leckereien verzichten.

Befriedige ab und zu deine Gelüste und gönne dir etwas, worauf du üblicherweise verzichtest. Wenn du dauerhaft auf etwas verzichtest, ist das Risiko groß, dass es in einer Heißhungerattacke endet.

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